Impressionen

14.12.2025 Friedenslicht-Ankunft, Münsterplatz, Basel

Alle Bilder (c) ERK-BS/Tjefa Wegener

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Friedenslicht 2025

 

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Am Sonntag, dem dritten Advent, hat Basel auf dem Münsterplatz traditionsgemäss das Friedenslicht aus Bethlehem empfangen. Grussworte von Regine Kokontis, Kirchenratspräsidentin der Evangelisch-Reformierten Kirche Baselland und von Lukas Engelberger, Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt, begleiteten die Friedenswünsche. Hunderte von Menschen teilten untereinander das Licht vor dem Münster und trotzten Dunkelheit und Kälte.
 
Vor ein paar Tagen hat der elfjährige Jeries aus Betlehem in der Geburtskirche Bethlehem das Friedenslicht entzündet. Von da aus ist es per Flugzeug nach Österreich transportiert und per Bahn in Europa verteilt worden. Baselbieter Jugendliche haben es in Zürich abgeholt und nach Basel auf den Münsterplatz gebracht. Da wurde das Licht von Hunderten von Menschen fröhlich empfangen.
 
«Es ist unsere Entscheidung: Wollen wir das Friedenslicht entgegennehmen und weitergeben – oder wollen wir uns im Dunkeln oder in greller Helligkeit verlieren», erklärte Regine Kokontis, Kirchenratspräsidentin der Evangelisch-Reformierten Kirche Baselland. Sie empfange heute das Friedenslicht aus Betlehem im Wissen um die Angst und die Unsicherheit, die an seinem Ursprungsort herrsche. In der Weihnachtsgeschichte seien es die Engel, die das Dunkel erhellen und immer wieder rufen: «Fürchte dich nicht.» «Wenn wir das Licht aus Bethlehem heute empfangen, ist es an uns, jedem einzelnen Menschen hier in Basel das Licht als Friedenslicht leuchten zu lassen und den Ruf von Jesus weiterzutragen: ‹Fürchtet euch nicht›.» Advent sei der Anfang vom Kirchenjahr. «Es wird noch dunkler werden. Aber wir zünden auch immer mehr und mehr Lichter an. Und so bleiben wir realistisch und zuversichtlich. Es wird nicht alles einfach gut werden. Auch nicht im neuen Jahr. Aber mit dem Ruf im Ohr und im Herzen – ‹Fürchte dich nicht› – und mit dem Friedenslicht in der Hand und im Herzen, ist viel Gutes möglich.»
 
Lukas Engelberger verwies in seinem Grusswort auf die politische Dimension, die das Weitergeben von Licht haben kann. «Ich verstehe es als einen Auftrag, das Verbindende in unserer Gesellschaft zu suchen, zu pflegen, zu stärken und zu betonen und allen Strömungen entschlossen entgegenzutreten, die das Gegenteil anstreben, die Intoleranz oder sogar Hass vertreten.» Das sei gerade in einer Stadt wie Basel wichtig, die Heimat sei für viele Menschen, die ursprünglich aus ganz unterschiedlichen Weltgegenden stammen und die auch ganz verschiedene Religionen und Traditionen pflegen. «Das bereichert uns, wir können und wir wollen alle zusammenleben, auch in Zukunft, zum Vorteil von uns allen und von unserer Gesellschaft.» Deshalb sei es auch ihm ein Anliegen, in der Adventszeit das Licht entgegenzunehmen und weiterzugeben.
 
Lea und Livia brachten das Licht aus Bethlehem auf die Bühne und zündeten dann mit ihrem Licht die grosse Friedenslicht-Fackel vor dem Münster an. Von Hand zu Hand wurde das Licht dann weitergereicht. Alle Teilnehmenden erlebten so: Wer Licht und Frieden teilt, hat am Ende nicht weniger davon, sondern mehr. Würdig umrahmt wurde die kleine Zeremonie vom Basler Männeroktett mit Adventsliedern.
 
Die Friedenslichtfackel steht bis Weihnachten im Seitenschiff es Münsters. Bis dahin können Sie sich das Friedenslicht für die eigene Gemeinde oder die eigene Stube holen.